Der Verein AGRARBÖRSE Deutschland Ost e.V. wurde 1990 mit der Zielstellung gegründet, die Strukturanpassung der Agrar- und Ernährungswirtschaft der ehemaligen DDR und im weiteren Verlauf der fünf neuen Bundesländer an die Marktwirtschaft und damit an die neu gegebenen gesellschaftlichen Rahmenbedingungen zu fördern.
Im Rahmen dieser Zielstellung betreute der Verein in Zusammenwirken mit anderen Partnern von 1991 bis 1993 ein Modellvorhaben der Bundesregierung zur Strukturförderung im Osten Deutschlands und wirkte aktiv am Aufbau von Systemen zur Markt- und Preisberichterstattung in den späteren neuen Bundesländern sowie an der Vermarktung von Agrarprodukten, von Vieh, Futter, Technik, Immobilen und Agrar- und Forstflächen. Dafür standen das "Deutschland Ost" im Namen des Vereins und die symbolisierten Tiere, Früchte und Gerätschaften in der Vereinssymbolik.
Mit Wirksamwerden der neuen politischen und wirtschaftlichen Strukturen in den neuen Bundesländern und unter Beachtung neuer gesellschaftlicher Anforderungen insbesondere im Umweltbereich orientierte sich der Verein zunehmend neu. Ökologische und ökologisch orientierte Projekte sowie Maßnahmen des Natur- und Umweltschutzes wurden erfolgreich realisiert. Im Ergebnis dessen gab sich der Verein 1996 eine neue Satzung, die das gemeinnützige Wirken in Zielen und Handlungsfeldern festschreibt.
Mit der Erlangung der Gemeinnützigkeit entschied die Mitgliederversammlung, den Namen und die Symbolik zu erhalten. Deutschland Ost stand und steht für das Bemühen, bewusst und aktiv an den wirtschaftlichen, sozialen, kulturellen und den gesamtgesellschaftlichen Veränderungen teilzunehmen. Die Symbole stehen heute für den Natur- und Landschaftsschutz, die Vermittlung von Informationen über ländliche Lebensweise (auch Berlin entstand aus dem Zusammenschluss von Dörfern, die von Handwerk, Ackerbau und Viehzucht lebten), das Betreiben eines landwirtschaftlichen Betriebes (Tierhof Marzahn) mitten im städtischen Ballungsgebiet als Lehr- und Informationsstätte, der ersten eigenen Schafherde im entstehenden Landschaftspark Herzberge mit 35 Tieren als Ausgangsstärke sowie für Förderung von Handwerk und Technik.

Seit seiner Gründung schuf der Verein durch Konzeptentwicklung und Projektumsetzung in unterschiedlichsten Bereichen Nachhaltiges im Berliner Stadtbild und im Denken und Handeln der Bürger sowie Arbeitsplätze im Rahmen der Arbeitsmarktförderung, motivierte und qualifizierte die Beschäftigten zur konsequenten Neuorientierung auf dem ersten Arbeitsmarkt, unterstützte Vermittlungsaktivitäten für neue Beschäftigung und begleitete in einigen Fällen den Weg in die Selbständigkeit. Heute sind wir anerkannter Ausbildungsbetrieb in zwei Berufsfeldern.

Es folgten Projekte in kulturellen, wissenschaftlichen, sozialen und Bereichen der Kinder- und Jugendarbeit, der Wohnumfeldentwicklung und Standortentwicklung. Die Förderung der Mobilität von Senioren bestimmte neue Handlungsfelder ebenso wie die Integrationsunterstützung von Migranten. Heute bestimmt die Wahrnehmung von gesellschaftlicher Verantwortung als sozialer Dienstleister im engen Zusammenwirken mit öffentlichen Einrichtungen und Partnern das Handeln und Wirken des Vereins in allen vorgenannten Bereichen.

INFORMIEREN

Fachgerechte Information über ökologische, kulturelle und soziale Zusammenhänge.

AUFKLÄREN

Zielgruppengerechte Darstellung und Aufklärung von Vorgängen in der Natur, den natürlichen Kreisläufen und Wirkungsfeldern sowie der Sozialentwicklung und dem Zusammenleben der Menschen.

ERLEBEN

Aktives Erleben der vielfältigen Erscheinungsformen der Natur und von ökologischen, sozialen und wirtschaftlichen Zusammenhängen. Nacherleben von ländlichen Lebensweisen durch Wahrung von Geschichte und Tradition.

BEGREIFEN

Aus dem Erleben der Natur und dem Verständnis sozialer Zusammenhänge sind das Wissen und das individuelle Begreifen der Natur und seiner unterschiedlichen Einflussfaktoren sowie sozialer Zusammenhänge zu fördern.

HANDELN

Aus dem Wissen, Erleben und Begreifen sind dauerhafte Motivationen und aktives Handeln zu fördern und zu entwickeln.

Im Rahmen der gemeinnützigen Arbeit des Vereins werden Leistungen zum Natur- und Landschaftsschutz, zur Unterstützung der Kinder- und Jugendarbeit, zu sozialen Diensten für Behinderte, Senioren und bedürftige Mitbürger, zur Förderung der Integration von Bürgern mit Migrationshintergrund, zur Kultur-, Sport- und Bildungsarbeit sowie zur Wohnumfeldgestaltung und Stadtteilentwicklung erbracht. Die Wahrnehmung der Verantwortung als sozialer Dienstleister und das enge Zusammenwirken mit öffentlichen Einrichtungen und vielen Partnern ist dabei ein wichtiges Handlungsmotiv der Leitung und Mitglieder des Vereins. Zur aktuellen Situation wird im Rahmen der Internetpräsentation in der Rubrik "Tätigkeitsbereiche" Auskunft gegeben.




Wichtige Etappen der Vereinsentwicklung

 

22.11.1990

Gründung des Vereins, mit der Zielstellung die Agrar- und Ernährungswirtschaft in den fünf neuen Bundesländern bei der Strukturanpassung und Einführung der Marktwirtschaft zu unterstützen.

01.12.1991

Wahrnehmung der Trägerverantwortung für das erste Förderprojekt des Vereins im Rahmen des Sonderprogramms Aufschwung Ost.

01.09.1992

Erstmalig Einsatzstelle für Praktikanten in den Berufsbereichen Bürokauffrau/-mann.

Ende 1992

Erfolgreicher Abschluss eines Modellvorhabens des Bundesministeriums für Landwirtschaft, Ernährung und Forsten zum Aufbau einer computergestützten Waren- und Informationsbörse.

13.04.1994

Neuwahl des Vorstandes, Berufung des Geschäftsführers.

01.10.1995

Übernahme der gemeinsamen Trägerverantwortung mit dem „Institut For Productive Learning In Europe" (IPLE) für die „Lernwerkstatt Hellersdorf" – ein Ort beruflicher Orientierung für Jugendliche in Hellersdorf, finanziert über den Europäischen Sozialfonds zur beruflichen Eingliederung von Jugendlichen ohne verwertbaren Berufsabschluss.

11.09.1996

Beschlussfassung zur neuen Vereinssatzung mit verstärkter Ausrichtung auf gemeinnützige Vorhaben in den Bereichen Umwelt, Umweltbildung und dem ländlichen Lebensraum sowie als gemeinnütziger Träger von Arbeitsfördermaßnahmen.

28.02.1997

Erstmals Übernahme von Aufgaben zum Projektmanagement für geförderte Vergabeleistungen im Rahmen der Arbeitsförderung.

01.09.1997

Übernahme der Trägerverantwortung für den Kleintierhof (heute Tierhof) in Alt Marzahn 63, 12685 Berlin.

01.09.1997

Erste Verantwortungsübernahme als Einsatzstelle für Teilnehmer des Freiwilligen Ökologischen Jahres.

Ab 1998

Anerkennung als arbeitsmarktorientierter Beschäftigungsträger des Landes Berlin und inhaltliche Erweiterung der Projektarbeit zur Arbeitsmarktförderung im Natur- und Landschaftsschutz, der Sozial- und Kulturarbeit sowie der Bildungsförderung.

15.05.1998

Beginn der ersten EU-Maßnahme in Eigenverantwortung „Integriertes Qualitäts- und Umweltmanagement für klein- und mittelständige Unternehmen“, gefördert durch den Europäischen Sozialfonds.

01.06.1998

Übernahme der Trägerverantwortung für 3 wissenschaftliche Projektleistungen des ehemaligen Trägers Atlantis gGmbH auf der Grundlage überarbeiteter Ziel- und Aufgabenstellungen.

14.08.1998

Erste Trägerverantwortung für Förderprojekte zur Reintegration von Sozialhilfeempfängern auf den ersten Arbeitsmarkt und die Integration von ausländischen Mitbürgern.

15.02.1999

Erste Trägerverantwortung für ein Förderprojekt im Rahmen des Sofortprogramms der Bundesregierung zum Abbau der Jugendarbeitslosigkeit.

November 1999

10-jähriges Vereinsjubiläum und öffentliche Darstellung der erfolgreichen Entwicklungsbilanz zum Wirken im Natur- und Landschaftsschutz, als sozialer Dienstleister, als Beschäftigungsträger von Maßnahmen der Arbeitsförderung und als Partner in territorialen und inhaltlichen Netzwerken.

1999 / 2000

Erarbeitung und Einführung eines prozessorientierten Qualitätsmanagementsystems der Arbeit des Vereins als Beschäftigungsträger und sozialer Dienstleister.

Ab 2000

Initiierung, Gestaltung und Mitwirkung von Netzwerken und Partnerbeziehungen wie z.B. dem Neuköllner Netzwerk für Berufshilfe, dem Netzwerk Wuhletal und dem Verein "Arbeit NordOst".

01.02.2000

Übernahme der Verantwortung als Projektträger für Vorhaben stadtweiter Maßnahmen (Neugestaltung der Schillerpromenade in Neukölln).

14.11.2000

Gründung der „Interessengemeinschaft Gut Hellersdorf“ und Übernahme der Leitungsfunktion.

01.07.2003

Übernahme der Trägerverantwortung für die Jugendfreizeiteinrichtung "Treibhaus" und Aufbau eines Jugend- und Beschäftigungshauses in Marzahn-Hellersdorf.

Ab 2004

Übernahme der Trägerverantwortung für die bezirkliche Kultureinrichtung „KulturGut“ in Alt-Marzahn und Entwicklung öffentlicher Angebote zur Bildungs- und Kulturarbeit im Stadtteilgebiet.

05.05.2004

Ergänzung und Erweiterung der Handlungsfelder des Vereins hinsichtlich Kultur-, der Kinder- und Jugendarbeit sowie Sozialentwicklung durch Satzungsbeschluss.

01.09.2004

Erste Trägerverantwortung für ein CIVITAS - Förderprojekt im Rahmen der Filmdokumentation „Wie kann ich dich jetzt noch hassen?“.

01.10.2004

Erste Trägerverantwortung für MAE-Projekte in den Bezirken Marzahn-Hellersdorf und Neukölln, es folgen die Bezirke Lichtenberg, Treptow-Köpenick und Pankow.

14.06.2005

Anerkennung als Träger der Freien Jugendhilfe durch das Bezirksamt Marzahn-Hellersdorf von Berlin.

26.08.2005

Festveranstaltung aus Anlass des 15-jährigen Vereinsjubiläums.

01.09.2005

Erste wirtschaftsdienliche Maßnahme im Bezirk Köpenick "Wuhlheide - Standortentwicklung durch Leitbildentwicklung, Standortmanagement und Gestlatung eines Tourismus- und Freizeitkonzepts".

01.10.2005

Erste Projektförderung im Land Brandenburg "Allianz für die Integration Älterer in der Uckermark - Brücke der Erfahrung und Kompetenz".

01.11.2005

Übernahme der Trägerverantwortung für das „Umweltbüro am Weißen See“, Bezirk Pankow.

16.05.2006

Erste Vergabe-ABM im Bezirk Reinickendorf (Übernahme Projektmanagement) "Verschönerung des Wohnumfeldes in Tegel".

18.05.2006

Aufstellung einer automatischen, meteorologischen Datenerfassungsanlage des Deutschen Wetterdienstes im Dorf Marzahn und Abschluss eines Kooperationsvertrages zur Anlagensicherung.

24.01.2007

Zertifizierung nach ISO 9001:2000.

08.09.2007

Eröffnung des Info-Punktes des Vereins im alten Dorf Marzahn zur Förderung der touristischen Erschließung des historischen Angerdorfes.

01.12.2007

Gründung der ADO GmbH als Modellvorhaben zur Entwicklung und Durchführung einer urbanen Landwirtschaft.

01.03.2008

Durchführung der ersten Fallmangagermaßnahme in Zusammenarbeit mit dem JobCenter Neukölln.

16.05.2008

Einrichtung der ersten BEZ-Stellen in Zusammenarbeit mit dem JobCenter und dem Land Berlin beim Träger.

03.08.2008

Weiterentwicklung des Landschaftsparks Herzberge und beginnende ökologische Landschaftspflege.

15.01.2009

Erste wirtschaftsdienliche Maßnahme im Bezirk Neukölln (Datenerhebnung für Gewerbehöfe).

01.04.2009

Abschluss des Kooperationsvertrages mit dem Bezirksamt Treptow-Köpenick zur Sicherung und Entwicklung des Strandbades Müggelsee.

2009

Erwerb und Einsatz der ersten Schafherde im Landschaftspark Herzberge zur ökologischen Landschaftspflege und Beweidung durch Schafe.

01.02.2010

Erste Projektförderung (AGH- Entgelt) in Spandau "Pflege von Infrastruktureinheiten".

14.04.2010

Zertifiziert nach ISO 9001:2008.

01.07.2010

Beginn der Arbeiten zur Gestaltung eines historischen Bauerngartens im historischen Angerdorf Marzahn.

01.08.2010

Beginn der Arbeiten zum Umbau der ehemaligen Teppichscheune im historischen Angerdorf Marzahn in eine Keramik- und Atelierscheune.

18.08.2010

Tag der offenen Tür im Landschaftspark Herzberge — Den Anlaß bildet die Anerkennung durch den Bundespräsidenten im Rahmen der Initiative "Ausgewählter Ort 2010 - Deutschland * Land der Ideen".