Peter-Weiss-Bibliothek

1990 gründete eine Gruppe vorwiegend jüngerer Leute in Hellersdorf einen Förderverein, der sich gegen die allgemeine wahllose Aussonderung und Vernichtung von Büchern die Sammlung und Bewahrung von Büchern aus DDR-Verlagen einsetzte. Die Auseinandersetzung mit älteren und vielen neuen Büchern sowie bekannten Autoren setzt sich bis heute fort. Neben Ausleihe und weiterem Aufbau der Bibliothek fanden zwischen 1992 und 2016 rund 470 Veranstaltungen mit mehr als 17.000 Besuchern statt. Aus Altersgründen wird der Förderverein Ende 2016 seine aktive Arbeit einstellen. Von da an ist der Verein AGRARBÖRSE neuer Träger der Peter-Weiss-Bibliothek und wird in seiner Aufgabe, den Bibliotheksbetrieb adäquat fortzuführen, von ehrenamtlichen Helfern des Fördervereins weiterhin unterstützt.

Der schwedische Filmemacher, Maler und Schriftsteller Peter Weiss (1916-1982) wurde 2002 Namensgeber der alternativen Bibliothek Hellersdorf. Seine Werke, seine Sprache hatten vieles, was auch heute helfen kann, Vergangenheit und Gegenwart besser zu verstehen. In über 20 Lesungen, Ausstellungen und Filmvorführungen zu Peter Weiss und seinem Werk wurde dieses Erbe gepflegt.


Durch Schenkungen, Leihgaben, aber auch mit Fördermitteln entstand in 26 Jahren eine vielseitige Bibliothek, die ausschließlich ehrenamtlich, aber professionell von Fachleuten einen Bestand von 20.000 Büchern, Zeitschriften und anderen Medien aufbaute. Im Quartiersgebiet Hellersdorfer Promenade hat sie Aufgaben einer Nachbarschaftsbibliothek übernommen. Sie ist allen Interessenten zugänglich. Die Benutzung ist gebührenfrei. Seit 2009 ist der aktuelle Bücherkatalog der Peter-Weiss-Bibliothek zudem auch im Internet verfügbar.

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