Standortentwicklung:

Die AGRARBÖRSE Deutschland Ost e.V. ist Partner in allen kommunalen Belangen, die dazu beitragen, die Voraussetzungen und Bedingungen für ein erfülltes Leben und Arbeiten der Menschen im Kiez zu entwickeln. Die Arbeitstätigkeiten werden dazu eingeordnet in die Konzepte des jeweiligen Quartiersmanagements
wie z.B. in Neukölln bzw. es werden selbst Konzepte vorbereitet und entwickelt wie in Hellersdorf mit dem Gut Hellersdorf oder in Lichtenberg mit dem Landschaftspark Herzberge.
Projekte sind auch damit beschäftigt, negative Beeinträchtigungen der Natur und Umwelt, resultierend aus vernachlässigter Ordnung und Sicherheit, schnell zu beseitigen. Gegenwärtig wird konzentriert am Projekt Herzberge gearbeitet.


Landschaftspark Herzberge - ein grünes Herz für Lichtenberg?

Das Projektgebiet zwischen dem "Ev. Krankenhaus Königin Elisabeth Herzberge" und der Klinik für Kinder- und Jugendmedizin Lindenhof umfasst ca. 100 ha Brach- Grün- und Wirtschaftsflächen.

Auf den ca. 25 ha großen Brachflächen und den angrenzenden Grünflächen hat sich eine hohe Vielfalt an Biotopen entwickelt. Die Amphibienvorkommen zählen zu den bedeutendsten im innerstädtischen Raum Berlins. Ein Teil der im Projektgebiet gelegenen und der daran angrenzenden Gewerbeflächen weist hohe Leerstände auf. Verbliebene Unternehmen beklagen ein zunehmendes Unsicherheitsgefühl.

Um den Standort für Gewerbe und Anwohner zu stabilisieren und die naturräumlichen Potenziale des Gebietes zu stärken, wird ein Landschaftspark mit landwirtschaftlichen Nutzflächen entstehen. Wege für Radfahrer, Skater und Fußgänger erschließen die Flächen und verbinden diese mit den angrenzenden Grünanlagen zu einem Erholungs- und Freizeitraum. Weitere Informationen dazu auf der Homepagedes Fördervereins Herzberge.




Gut Hellersdorf, wirtschaftsdienliche Entwicklung des Standortes

Das ehemalige (Stadtgut) landwirtschaftliche Gut Hellersdorf liegt nahe der "Hellen Mitte" im Bezirk Marzahn-Hellersdorf. Es handelt sich hierbei um ein seit Jahrzehnten vernachlässigtes Wirtschaftsgebiet mit teilweise unter Denkmalschutz stehender Bausubstanz. Den kleinen, hier ansässigen Unternehmen fehlen Mietsicherheit und Infrastruktur. Die unangepaßte Gebäude- und Wegesubstanz behindert die Entwicklungsmöglichkeiten. Die Identifikation der Anrainer mit dem Gelände ist eher gering.

Zum "Tag des offenen Gutes" im Jahre 2004 konnte eine erste Bilanz der Projektarbeit gezogen werden.
Neben der planerischen Entwicklung des Standortes unter stadtökologischen und ökonomischen Gesichtspunkten wurden in diesem Vorläuferprojekt umfangreiche Arbeiten zur Grundlagenermittlung der Bausubstanz, Gebäude- und Flächennutzung, Ver- und Entsorgungsnetzen sowie Altlasten und Denkmalschutzpflichten vorgelegt.

Jetzt führt der Verein AGRARBÖRSE Deutschland Ost e.V. als Mitbegründer und Mitglied der Interessen-gemeinschaft Gut Hellersdorf e.V. im Auftrag des Bezirksamtes Marzahn-Hellersdorf, Abt. für Wirtschaft, Soziales und Gesundheit, ein Nachfolgeprojekt durch. Es ist Bestandteil des bezirklichen Bündnisses für Wirtschaft und Arbeit in Marzahn-Hellersdorf (BBWA MH) und soll helfen, den Standort aufzuwerten, für Investitionen attraktiver zu machen und Freiräume für Gründungsinitiativen und Trägerengagement zu schaffen.

Am 1. Juni 2006 und 2007 fanden die "Tage des offenen Gutes" auf dem Gelände statt. Besucher waren eingeladen, sich über den Arbeitsstand des Projektes Gut Hellersdorf, über alte und neue Entwicklungen auf dem Gelände zu informieren und verschiedene Betriebe zu besuchen.


Das Projekt Gut Hellersdorf hat nach über einjähriger Tätigkeit einen Abschlussbericht zur wirtschaftsdienlichen Entwicklung des Standortes durch Betriebsentwicklung ansässiger Unternehmen und Aktivierung von Eigenmittel vorgelegt.
Weiterführende Informationen sind auf der Homepage zum Gut Hellersdorf zu erhalten oder per Email unter:
projekt-gut-hellersdorf@agrar-boerse-ev.de.


Wuhlheide - Standortentwicklung durch Leitbildentwicklung, Standortmanagement und Gestaltung eines Tourismus- und Freizeitkonzeptes

Der Waldpark Wuhlheide gilt als ein wichtiger Wirtschaftsfaktor des Stadtbezirks Treptow- Köpenick. Neben dem hohen Freizeit- und Erholungswert hat er bei einer starken regionalen und überregionalen Nutzung auch wirtschaftlich erheblich auf die Region abgestrahlt.

Dennoch muss im Sinne der Zukunftssicherung der Angebote zur Kinder -und Jugendkultur als auch der Sicherung der Arbeitsplätze und der Wirtschaftskraft des Standorts eine inhaltliche und gestalterische Initiative ergriffen werden, welche

  • den überall sichtbaren Verfall der Infrastrukturen aufhält,
  • diese im Sinne einer nachhaltigen und wirtschaftlichen Perspektive weiterentwickelt,
  • neue Investitionen und Initiativen an das Gelände bindet und somit Arbeitsplätze sichert,
  • den Nutzern und Besuchern ein standortbezogenes Leitbild vermittelt,
  • die sehr heterogene Zuständigkeitsstruktur in der gesamten Wuhlheide regelt
  • die Vermarktung der FEZ- Angebote regional und überregional fördert.

Um eine sich selbst tragende ökonomische und ökologische Fortentwicklung des Waldparks Wuhlheide und insbesondere des FEZ zu ermöglichen und nachhaltig zu sichern, sollen fünf Ziele im Rahmen des vorgeschlagenen Projektes umgesetzt werden:

  • eine Bedarfs- und Bestandserhebung unter Aspekten einer Zielgruppenorientierung mit Ergänzungs- bzw. Erweiterungsangeboten, eines touristischen Marketingkonzeptes, der Infrastruktursicherung und -entwicklung,
  • die Einrichtung eines zentralen Standortmanagements einschließlich der Entwicklung eines konsensuellen Leitbildes,
  • die Entwicklung eines Standortkonzeptes unter Einbeziehung der Verkehrswege, der Park- und Freiflächen, der Gebäude und der inhaltlichen Ausgestaltung ansässiger und anliegender Angebote,
  • ein Wirtschaftskonzept unter Einbeziehung der geländebezogenen Entwicklungskosten, der Entwicklung eines Sponsoren- und Förderkonzeptes und eines integrierten Marketings,.
  • eine Initiative zur Einrichtung weiterer Angebote und Dienstleistungen und zu Existenzgründungen am Standort — immer unter dem Fokus des gemeinsamen Leitbildes.

Die Wuhlheide soll sich mit den ansässigen Anbietern (insbesondere dem FEZ) als internationale Einrichtung der Kinder- und Jugendkultur nachhaltig mit einer breiten Angebotspalette etablieren und finanziell unab-hängig sein. Neben den Angeboten für Kinder und Jugendliche müssen auch die Begleitangebote für Erwachsene ergänzt und ausgestaltet werden. Gebäude und Freiflächen inklusive Wald sollen gestaltet und im Rahmen einer wirtschaftlich orientierten, tourismusnahen Infrastruktur entwickelt werden. Im Vordergrund stehen dabei die Sicherung der vorhandenen Arbeitsplätze und Standortangebote, die Integration weiterer Initiativen, der Erhalt und die Fortentwicklung der ökologischen Parkfunktionen und die weitestgehende Entlastung des Landeshaushalts durch private Initiativen.

Der Bedarfsermittlung und der Abstimmung der Interessen aller Beteiligten kommt hier eine besondere Bedeutung zu. So sind zurzeit ca. 40 Vereine sechs Behörden und mehrere internationale Einrichtungen mit dem Gelände befasst. Eine notwendige Fokussierung auf die Standortinteressen und transparente Entscheidungsstrukturen sind also eine für die Zukunft der Wuhlheide notwendige Voraussetzung. Die Interessen der Besucher und Besuchergruppen und deren Ansprüche an ein solches Gelände müssen ebenfalls in die Entwicklungsstrategien einbezogen werden.

Wesentliche Aufgabe eines Standortmanagements ist die Sicherstellung des durch die Arbeiten zur Entwicklungsstrategie Wuhlheide initiierten Gesprächsforums. Eine nicht vorhandene Gesprächsplattform für sämtliche Akteure (und Besucher) in der Wuhlheide erwies sich als zentrale Schwäche bei allen bisherigen Bemühungen für eine erfolgreiche Entwicklung des Standortes. Auf der Basis regelmäßiger Informations- und Abstimmungsrunden im Sinne einer âtransparentenâ aber dennoch zentral verantwortlichen Aufgabenwahr-nehmung lassen sich die Aufgabenfelder eines künftigen Parkmanagements für die Wuhlheide wie folgt skizzieren:

Kommunikation
Einrichtung eines zentralen Standort- und Parkmanagements (ZeSP) für Verwaltung, Standortentwicklung und zentrale Aufgaben. Für Nutzer, Besucher und potenzielle zukünftige Investoren und Betreiber werden hier zentral Kommunikation, Außendarstellung, Marketing und Anderes zusammengeführt.

Angebotsentwicklung
Das Projekt sichert die Kapazität und das Know-how für die Bewertung, Beratung und Weiterentwicklung vorhandener Projektideen (Verträglichkeit bezogen auf das inhaltliche Gesamtprofil der Wuhlheide, Flächenzuordnung, notwendige Bedarfe). Es schafft die notwendigen Infrastrukturen und Managementvoraussetzungen um neue Projektideen zu entwickeln, notwendige Recherche- und Akquisitionskapazitäten zu erschließen und im Bedarfsfall Beratung und Betreuung für die Umsetzung anzubieten.

Flächenmanagement und Standortentwicklung
Im Rahmen des Flächenmanagements und der Standortentwicklung verfolgt das Projekt mehrere Zielrichtungen:
  • Vorbereitung und Einleitung der aus dem Entwicklungskonzept resultierenden Flächenneuordnungen
  • Festlegung, Vermittlung und Moderation von Flächennutzungen entlang des Entwicklungskonzeptes
  • Zusammenführung und Bündelung der Zuständigkeiten, Kapazitäten und Nutzerinteressen
  • Planung und Vorbereitung der Linien- und Trassenfindung der Verkehrsinfrastrukturen

Öffentlichkeitsarbeit, Marketing
Das vorgeschlagene Projekt konzentriert sich insbesondere auf die Entwicklung eines Leitbildes mit einem entsprechenden Corporate Design. Dies wird auch für die touristische Vermarktung des Standortes und die langfristige, nachhaltige Entwicklung desselben notwendig.

Investoren-/ Sponsorenakquisition
Das Projekt entwickelt entlang der Integration der Nutzer und Anrainer in das Gesamtkonzept der Wuhlheide gezielt Angebote zur Ansprache potentieller Investoren für neue Angebote und Sponsoren sowie zur Unterstützung der Nutzer und des Gesamten.